Verkauf & Vermietung9 Min. Lesezeit

Wohnung verkaufen ohne Makler? Vor- und Nachteile

Maklerprovisionen von 3–4 % sind erheblich. Aber lohnt sich der Privatverkauf wirklich? Dieser Artikel zeigt dir, wann du ohne Makler verkaufen kannst – und wann du besser einen einschaltest.

Die Versuchung ist verständlich

Eine Maklerprovision von 3 % (plus 19 % MwSt.) fällt auf Käufer- und Verkäuferseite an. Bei einer 500.000-€-Wohnung sind das je Seite ca. 17.850 € Provision – oder 35.700 € gesamt. Es ist verständlich, dass Eigentümer fragen: Kann ich das nicht selbst machen?

Die ehrliche Antwort: Manchmal ja – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Wann ein Privatverkauf funktionieren kann

  • Du hast bereits einen potenziellen Käufer im persönlichen Umfeld (Familie, Bekannte, Nachbarn) und musst nicht aktiv suchen.
  • Die Immobilie befindet sich in einem gefragten Markt (A-Stadt, begehrter Stadtteil) mit vielen Kaufinteressenten – hier kommen Anfragen auch ohne Makler.
  • Du hast Zeit und Nerven, den Prozess selbst zu steuern: Exposé erstellen, Besichtigungen organisieren, Verhandlungen führen, Unterlagen zusammenstellen.
  • Du kennst den Markt und kannst deinen Preis realistisch einschätzen.

Was beim Privatverkauf auf dich zukommt

Unterlagen beschaffen

Für einen Verkauf brauchst du: aktueller Grundbuchauszug, Energieausweis, Baugenehmigung, Teilungserklärung (bei Wohnungen), Grundrisse, Nebenkostenabrechnung, Protokolle der Eigentümerversammlung (letzte 3 Jahre), Wohngeldabrechnung. Das zusammenzutragen dauert Wochen.

Exposé und Vermarktung

Ein professionelles Exposé mit hochwertigen Fotos (Kosten: ca. 400–800 €) und die Schaltung auf Immobilienportalen (Immoscout24, Immowelt: ca. 200–600 €) sind unvermeidlich. Das kannst du selbst machen – aber unterschätze nicht den Zeitaufwand.

Besichtigungen

Plane bei einer marktgängigen Wohnung 20–50 Anfragen und 10–20 Besichtigungen ein. Das bedeutet Terminkoordination, Vor-Ort-Präsenz, Fragen beantworten – über Wochen oder Monate.

Preisverhandlung

Erfahrene Käufer und deren Makler verhandeln professionell. Wer emotional am Objekt hängt oder den Markt nicht tief kennt, verkauft oft unter Wert oder akzeptiert ungünstige Konditionen.

Notarieller Kaufvertrag

Den Kaufvertrag erstellt der Notar – aber du musst ihn prüfen, alle Informationspflichten kennen und sicherstellen, dass alle relevanten Fakten offengelegt werden. Versäumnisse können später zu Schadensersatzansprüchen führen.

Wann ein Makler die bessere Wahl ist

  • Die Immobilie liegt in einer schwierigen Lage oder ist schwer zu vermarkten.
  • Du hast wenig Zeit oder möchtest den Verkaufsprozess nicht selbst steuern.
  • Es handelt sich um ein Objekt mit Besonderheiten (Denkmalschutz, Erbpacht, Erbengemeinschaft), das rechtliche Expertise erfordert.
  • Du möchtest den höchstmöglichen Preis und verlässt dich dabei auf das Netzwerk und die Verhandlungserfahrung eines Profis.

Der erste Schritt in jedem Fall: Den Wert kennen

Ob mit oder ohne Makler – du brauchst einen realistischen Marktwert als Ausgangspunkt. HalloSara gibt dir diesen kostenlos und sofort. So gehst du weder zu hoch in die Vermarktung noch verschenkst du Geld.

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